Tischgebet

Der Dorfpfarrer setzt sich zu Tisch und beginnt zu essen, ohne sein übliches Tischgebet gesprochen zu haben. Als ihn die Haushälterin darauf aufmerksam macht, meint er nur: „Über allem, was sich auf diesem Tisch befindet, wurde schon mindestens dreimal der Segen gesprochen…“

Student

Warum war Jesus ein typischer Student? Nun, er wohnte bis 30 noch bei seiner Mutter, hatte lange Haare, und wenn er was gearbeitet hat, war es ein Wunder.

Das Gelübde

Die Äbtissin empfängt eine Frau, deren Tochter in den Orden eintreten will.

„Sie wollen also Ihre Tochter dem Herrn weihen. Wieviel Vermögen können Sie ihr mitgeben?“

„Wir besitzen leider nicht viel.“

„Sie haben kein Vermögen?

Wie soll sie dann das Gelübde der Armut ablegen?“

Pfarrvisitation

Bei einer Visitationsreise trifft ein Bischof in einem Pfarrhaus statt einer Haushälterin, zwei reizende junge Mädels an, die sich um den Haushalt des Pfarrers kümmern.

„Was haben Sie sich denn dabei gedacht“, frag er empört den Pfarrer.

– „Eine über 40 konnte ich nicht finden“, sagt der, „da habe ich eben zwei über 20 genommen.“

Beim Psychiater

Ein Psychiater untersucht einen Pfarrer und fragt ihn unter anderem:

„Reden Sie im Schlaf?“

„Nein“, antwortet der Pfarrer, „ich rede nur, wenn andere schlafen“.

Pfarrers Katze

Ein Pfarrer hielt die schönste Predigt
und dennoch schliefen alle ein.
Da kam auf einmal in die Kirche
des Pfarrers Katze auch herein.

Sie ging ganz leise durch die Kirche
und vorne setzte sie sich hin,
sie schaut‘ hinauf zu Ihrem Pfarrer
und hörte aufmerksam auf ihn.

Da blickten alle nach der Katze,
die Schläfer weckte man jetzt auf,
damit sie sehen, wie die Katze
zu ihrem Pfarrer schaut hinauf.

„Ihr wundert euch“, spricht jetzt der Pfarrer,
„dass meine Katze kommt hierher,
und dass sie aufmerkt auf die Predigt,
das wundert sicher Euch noch mehr.

Sie kam hierher, ich will’s euch sagen,
und suchte sich hier ihren Platz,
weil sie gehört hat, dass ihr Pfarrer
die Predigt heut hält für die Katz.“

Geistlicher Beistand

Als der Bischof das Pfarrhaus des Dorfes besucht, wird er auch durch die alten Kellerräume geführt. Beim Anblick der großen Menge leerer Weinflaschen, die sich hier türmen, stellt er missbilligend fest: „Das sind aber sehr viele Leichen!“ Der Pfarrer beruhigt ihn sofort: „Seien Sie unbesorgt Exzellenz, ich schwöre, jede davon verstarb mit geistlichen Beistand!“.

In der Klinik

Ein Bischof besichtigt eine Psychiatrische Kli­nik mit einer geschlossenen Abteilung. Er fragt den Direktor, nach welchen Kriterien entschieden wird, ob jemand in diese Abtei­lung eingewiesen wird. Der Direktor sagt: „Nun, wir füllen eine Badewanne, geben dem Kandidaten einen Teelöffel, eine Tasse und einen Eimer und bitten ihn, die Badewanne auszuleeren.“ Der Bischof: „Ah, ich verstehe, ein normaler Mensch würde den Eimer neh­men, damit es schneller geht.“ Darauf der Di­rektor: „Nein, ein normaler Mensch würde den Stöpsel ziehen“.

Haarscharf daneben

Ein Pfarrer und eine Nonne spielen Tennis. Der Pfarrer spielt schlecht und flucht jedes Mal: »Zum Teufel, schon wieder haarscharf daneben!« Die ehrwürdige Schwester ermahnt ihn: Hochwürden, fluchen Sie nicht, der Herrgott wird Sie bestrafen! Der Pfarrer ist – wie es bei Pfar­rern so üblich ist – beratungsresistent und bessert sich nicht. Plötzlich fährt aus heiterem Himmel ein Blitz herunter – und trifft die arme Ordensfrau. Und aus dem Himmel er­tönt eine Stimme: »Zum Teufel, schon wieder haarscharf daneben«!