Osterwitze

2022

Eine etwas eitle Bäuerin kommt zum Pfarrer und sagt: Herr Pfarrer ich möchte folgendes beichten: Immer vor dem Spiegel sage ich mir: keine im Dorf ist schöner als du!“ „Ach“, erwidert der Pfarrer ganz milde, „das ist keine Sünde – das ist ein Irrtum!“

2021

Um etwas für seine Gesundheit zu tun, geht Papst Franziskus regelmäßig in die Sauna. Als er eines Mittwochs saunieren möchte, sagt ihm sein Sekretär: Aber nicht doch Eure Heiligkeit, heute ist Gemischt. Der Papst antwortete: Danke für den Hinweis, aber ich gehe trotzdem: „Evangelische machen mir nichts aus“.

2019

Josef von Arimathäa hatte sein eigenes Grab für das Begräbnis Jesu zur Verfügung gestellt. Am Abend kommt er nach Hause und versucht seiner Frau schonend beizubringen, dass die Familiengrabstätte nun belegt sei.

Seine Frau regt sich auf, wird wütend und schreit: „Josef, wie konntest du nur? Das ist unser Grab! Wo sollen wir jetzt bestattet werden, wenn wir sterben?“

Josef bewahrt die Ruhe, atmet tief durch und sagt: „Schatz, reg dich doch nicht so auf! Es ist doch nur über’s Wochenende!“

Das Eis

„Woher hattest Du denn das Geld für das Eis?“ fragt die Mutter argwöhnisch. „Das hast du mir doch für die Kirche mitgegeben“, antwortet Franz treuherzig. „Aber dort hat der Eintritt nichts gekostet.“ 

Humor

Religion und Humor das ist so eine Sache. In der Kirche gibt es wenig zum Lachen. Ernst ist deute Lebenslage, Sünde und Schuld, Busse und Reue davon handeln die meisten Predigten. Von Humor weist keine Spur, zu sündig ist der Mensch, jedenfalls aus der Sicht vieler Theologen.

„Sie müssten erlöster aussehen“, sagte vor über hundert Jahren Friedrich Nietzsche und er hatte recht, finde ich. In der Kirche dürfte viel mehr gelacht werden, jedenfalls gelächelt, den erlöst sind wir jetzt schon, hier und heute.

Ich mag Menschen die, Sinn für Humor haben. In diesem Sinne möchte ich eine Sammlung von einigen Anekdoten anbieten als meinen Beitrag zu unserer Belustigung

TIZIAN (Tiziano Vecellio, 1490 – 1576)

Die Jungfrau und das Kind zwischen den Heiligen Antonius von Padua und Rochus
Ca. 1510. Öl auf Leinwand.

Dieses Werk wurde erstmals 1641 als Werk von Tizian im Besitz des Herzogs von Medina de las Torres in Neapel erwähnt. Es wurde jedoch jahrhundertelang Giorgione zugeschrieben, bis Wilhelm Schmidt es 1904 erneut Tizian zuschrieb. Die meisten Spezialisten teilen jetzt Schmidts Meinung, mit Ausnahme von Charles Hope, der es für das Werk eines noch zu bestimmenden Künstlers hält, und Paul Holberton, der glaubt, dass es von Domenico Mancini stammt, wegen gewisser Ähnlichkeiten zwischen ihm und Mancinis Altarbild von 1511 im Duomo di Lendinara. Mancini muss Tizians Werk gekannt haben, und das würde die Ähnlichkeiten erklären, aber die Qualität seiner Malerei ist der des vorliegenden Werks deutlich unterlegen. Tizian muss gemalt haben Die Jungfrau und das Kind zwischen dem heiligen Antonius von Padua und dem heiligen Rochus um 1508, möglicherweise für die Scuola di San Antonio in der Kirche San Rocco in Venedig, zu einer Zeit, als seine Beziehungen zu Giorgione am engsten waren (beide malten damals Fresken an den Fassaden) des Fondaco dei Tedeschi ), was seine starke Ähnlichkeit mit dessen Werk erklären würde.
Dies ist eine reduzierte und vereinfachte Version der Jungfrau und des Kindes zwischen dem Heiligen Nikasio und dem Heiligen Franziskus, die Giorgione um 1505 für den Duomo di Castelfranco malte. Aus diesem Werk entnahm Tizian die symmetrische und pyramidenförmige Anordnung der Figuren, die Kulisse der Szene davor einer Landschaft, die Einbeziehung einer architektonischen Struktur und die Kulisse hinter der Jungfrau. Auch dessen Physiognomie und die weichen Sfumato – Oberflächen stammen von Giorgione, aber er war nicht Tizians einzige Inspirationsquelle. Die Jungfrau und das Kind stammen von einem Altarbild, das Giovanni Bellini für die Kirche San Zaccaria in Venedig malte. Die Haltung des heiligen Rochus , bei der ein Bein auf einem Felsen ruht, stammt von der klassischen Skulptur Apollo , der die Kithara spielt ( Museo Archeologico , Venedig ). Gregorio de Gregoriis‘ monumentaler Holzstich von 1517, Der Triumph Christi , basiert auf Zeichnungen von Tizian , in denen der heilige Antonius von Padua seiner Darstellung im vorliegenden Gemälde deutlich ähnelt, während der heilige Georg hier an das Profil des heiligen Rochus erinnert.
Röntgenaufnahmen zeigen verschiedene Veränderungen, die während der Entstehung des Gemäldes vorgenommen wurden: Ursprünglich schienen sich die Vorhänge mehr zu bewegen, während das Christkind auf die Wunde des heiligen Rochus blickte. Letzterer war auch etwas profilierter. Weitere kleine Veränderungen zeigen sich im Kopf des Heiligen Antonius, der zunächst nach links gedreht war, und im Kopf der Jungfrau, die sich in einer niedrigeren Position befand. Diese Veränderungen offenbaren eine Schwerpunktverlagerung von Sankt Rochus zu Sankt Antonius, was durch die Veränderung des Blicks des Christkindes unterstützt wird. Mit seiner berühmten Bescheidenheit, Anthony weicht seiner Aufmerksamkeit aus. Dieses Gemälde ist unvollendet. Während Saint Roch und das Christkind vollständig sind, sind die Jungfrau und ihr Hintergrund nicht, und die Landschaft ist kaum eingezeichnet. Die Reflektographie zeigt eine Zeichnung unter dem Profil von Saint Roch und auf den Konturen und Falten des Gewandes der Jungfrau, erkennt jedoch keine anderen Zeichnung unter der Robe: die diagonale Schattierung, die Schattenbereiche andeutet, und eine weitere, hastigere und kraftvollere Zeichnungszone in den Hauptfalten der Robe. Dies ist eine von der Freskenmalerei abgeleitete Technik, die dazu diente, den Aquamarin, ein kostspieliges und unhandliches Pigment, zu fixieren. Wenn Tizian die letzte Schicht Aquamarin auf das Gewand aufgetragen hätte, wäre diese darunter liegende Zeichnung nicht sichtbar.
Medina de las Torres schenkte dieses Gemälde Philipp IV ., der es nach El Escorial schickte, wo es 1839 in das Museo del Prado gelangte.

Nach Tizian, Die Jungfrau und das Kind zwischen den Heiligen Antonius von Padua und Rochus, Öl auf Leinwand, 145×111 cm

Franz Xaver Stahl (1901 – 1977)

Kunsthistoriker nannten ihn zu Recht einen der besten Tiermaler dieses Jahrhunderts. In der Literatur wird F. X. Stahl als „Realist aus Leidenschaft“ bezeichnet.
Besser und knapper kann der Erdinger Tiermaler wohl kaum charakterisiert werden. F. X. Stahl hat es sich bei seiner Malerei nie leicht gemacht. Liebevoll, aber mit großem Ernst, bringt er seine tiefe Zuneigung zur Kreatur zum Ausdruck. Es geht ihm immer darum, das Wesen des Tieres sichtbar zu machen.
Wie er nun ein Tier auch „porträtieren“ mag, stets zeigt er sich als Meister, weil er genau hinzusehen vermag, nichts hinzufügt und nichts weglässt.
Der Betrachter gewinnt den Eindruck, F. X. Stahl male die Tierwelt seiner Erdinger Heimat nicht ab, sondern lasse sie auf der Leinwand weiterleben.

Die Kunst

Seit Urzeiten begleitet die Kunst den Menschen. Der Trieb zur künstlerischen Äußerung in Musik, Dichtung und Malerei scheint ihm eigen zu sein. Fast unstillbar scheint seine Sehnsucht, die Ergebnisse künstlerischer Schaffenskraft zu bewundern und zu betrachten. So macht er sich auf den Weg und besucht gerne Kirchen, Galerien und verschiedene Museen.

Das Betrachten und  Sammeln von Kunst bereitet auch mir große Freude. Mein Abenteuer mit ihr begann im Jahre 2010 mit einem gescheiterten Verkauf eines geerbten Gemäldes. Bei genauer Nachforschung „leckte ich das Blut“ und so passioniert mich die Geschichte der Kunst bis heute. Inzwischen konnte ich mir eine kleine Sammlung der Zeichnungen und Bilder zulegen. Eine Auswahl der Werke würde ich Ihnen gerne hier präsentieren.

„Die Kunst ist die Botin der Ewigkeit“

Prozession

Ein Bursche betrachtete eine Prozession, die gerade aus der Kir­che auf die Straße zog: mit Kirchenfahnen, Tragealtären und von Mädchen bestickten Kissen. Da sagte er: „Wird wohl großes Aufräumen in der Kirche sein, weil sie alles hinaustragen.“

Bischof

Nach Lasky kam ein Bischof aus Frankreich zu Besuch. Blinde Kinder, die ihn begrüßten, betasteten ihn dabei. Und da rief eines der Mädchen: „Hochwürdiger Herr Bischof, Sie haben eine Kette, genauso wie die Kuh von meinem Papa!“